Paragldiding.EU and Paragliding.TV will tell you all of the Redbull Xalps 2019, stay online and visit us on
Red Bull X-Alps 2019 is returning for its 9th edition with the kick off set for June 16, 2019. Aptly named the world’s toughest adventure race, participants will journey by foot and paraglider from Salzburg to Monaco via a currently undisclosed number of turnpoints. At over 1,100km in distance, the journey itself plays a huge role in the story of Red Bull X-Alps – but even more important are those who compete in it. In 2019, 32 world-class athletes from 20 nations will push themselves to entirely new limits. Amongst them will be 2 female competitors and 30 males; of whom 14 are new to the race and one a defending champion.
Along with the strategic and nutritional help of their designated supporters, the athletes will need the skill courage and determination to navigate through some of Europe’s most inhospitable mountain terrain; making Red Bull X-Alps the ultimate challenge of both body and mind. In their bid for the title, each one of them will redefine the boundaries of hiking, trail running and paragliding as we know them today. Following careful consideration and great anticipation, the moment has finally arrived to announce who will be taking part in Red Bull X-Alps 2019.

The lineup is as follows:
ALEX VILLA (COL) – Veteran
CHRISTIAN MAURER (SUI1) – Defending Champion
Discussing the announcement of the athletes, race director Christoph Weber says; “For 2019 we have a thrilling mix of both newcomers and seasoned pros. It was extremely difficult choosing from such a deep pool of talent, but we’re excited to see this highly competitive field go head to head in the mountains. You’ll notice 18 familiar faces who have earned themselves another shot at glory, but there are also 14 rookies who we believe have the potential to take this race by storm. If they have the hunger and commitment, we could be in for some real surprises!”
>> CHECK OUT THE FACEBOOK LIVE CHAT WITH SPECIAL GUESTS SIMON OBERRAUNER (AUT2) AND RACE DIRECTOR CHRISTOPH WEBER. << Physically and mentally, nothing comes close to the challenges of Red Bull X-Alps; and when you consider the ever-changing weather conditions, there’s truly no telling what will happen. Who has what it takes to dethrone Chrigel Maurer from his series of five consecutive victories? Could it be Benoît Outters or Paul Guschlbauer; second and third place holders from the last edition? Whoever you’re supporting, you can learn more about the athletes on WWW.REDBULLXALPS.COM or follow them every step of the race with the advanced Live Tracking. Gear up and get ready, Red Bull X-Alps 2019 is going to be truly unforgettable. We’ll see you out there! Stay tuned on our Social Media channels for more updates about our athletes: FACEBOOK, INSTAGRAM & TWITTER October 17, 2018 Quelle:
More about the athletes:

OZONE XXLite2: das leichteste Fluggerät der Welt mit 1,3kg

OZONE XXLite2: das leichteste Fluggerät der Welt mit 1,3kg

Der neue XXLite2 steht für die aktuellste Generation bahnbrechender Einfachsegler, als Neuerung eingeführt von OZONE. Als komplettes Package ergibt sich daraus das leichteste Fluggerät der Welt, das insgesamt gerade mal 1,5 kg auf die Waage bringt: der XXLite2 Flügel plus dem B*Lite Rucksack und dem F*Lite Gurtzeug! Das neue Design des XXLite2 bietet mehr Geschwindigkeit, ein sehr viel besseres Flaren und Handling, und das alles ohne Kompromisse beim Gewicht.

16 18
Anzahl der Bahnen 39 39
projizierte Fläche (m2) 13.9 15.6
ausgelegte Fläche (m2) 16 18
projizierte Spannweite (m) 8.0 8.5
ausgelegte Spannweite (m) 9.5 10.1
projizierte Streckung 4.6 4.6
ausgelegte Streckung 5.6 5.6
Flügeltiefe (m) 2.0 2.1
Gleitschirmgewicht* (kg) 1.3 1.37
Gewichtsbereich (kg) 55-90 67-105

*Das Gewicht kann bis zu 50 Gramm je Größe durch leichte Produktionsschwankungen bei den verwendeten Materialien abweichen.

Obersegel: Dominico 10D
Untersegel: Dominico 10D
Rippen: Porcher 7000 E29
Galerieleinen: Edelrid 8000U-050/9200-30
mittleres Stockwerk: Edelrid 8000U/190/130/90/50
Stammleinen: Edelrid 8000U230/190/130/90/50

XXLite 2

Higher trim speed
Accelerator system
Excellent flare & landing behaviour
Improved comfort in-flight
More compact and agile handling

The XXLite 2 is a single-surface ultra-lightweight mountain wing designed for serious Hike & Fly pilots and alpinists. This all-new wing delivers significantly improved performance and handling with a higher trim speed and easier landing, compared to its predecessor.

XXLite 2 Logo

The first of its kind in 2012, the XXLite was one of the most unique and innovative paragliders to ever be put into production. The XXLite series still offers the lightest aircraft in existence when combined with the OZONE F*Lite.

The XXLite 2 features a unique full span leading edge ram-air inflated tube. This provides a solid leading edge, which accepts lower angles of attack, yielding a higher trim speed and further acceleration. Now comparable with a dual-surface wing, the new speed range widens the safe flyable window and improves performance in real conditions.

The inflation characteristics are still ridiculously easy. The wing feels light and easy to raise overhead – even without touching the risers. The take-off speed is low, allowing you to leave the ground with just a few steps. Most significantly, the landing is vastly improved. The new flare performance allows soft, controlled landings, even in zero wind conditions.

Far more comfortable and confidence-inspiring than the original, it absorbs turbulence in a more controlled manner. The XXLite 2 offers excellent passive safety and is designed for pilots of intermediate ability. It exhibits docile behaviour in test maneuvers. Read about its EN certification here.

Available in sizes 16m and 18m and weighing in at just 1.3 kg (16m size) with a minuscule packing volume, the XXLite 2 is the ultimate hike and fly wing.

OZONE bietet eine Auswahl an Rucksackmodellen an, die für den jeweiligen Schirm, den du bestellst genauso passen wie für deine speziellen Bedürfnisse. Um einen anderen Rucksack zu erhalten als den, der normalerweise mit deinem bestellten Schirm ausgeliefert werden würde, solltest du bitte deinen OZONE Händler kontaktieren.

Standardmäßig wird dein Schirm mit folgendem Zubehör ausgeliefert:

Speziell desingnter B*Lite Rucksack, Innensack, Gleitschirmgurt, OZONE Aufkleber, Reparaturtuch, OZONE Schlüsselanhänger.
Vielleicht möchtest du deiner Bestellung noch etwas hinzufügen, wie etwa: eine Saucisse Bag

Weitere Infos findest du auf der XXLite2 Produktseite von

Exclusives Interview mit ANDREAS VIEHBÖCK, Projekt von Wien nach Vorarlberg

MEIN ZIEL VOR AUGEN – Von Wien nach Vorarlberg mit dem Gleitschirm
Exclusives Interview mit ANDREAS VIEHBÖCK

Am 10. September 2018 geht es los. Ein Projekt über Selbstfindung, Grenzerfahrungen, jede Menge Emotion und die Liebe zur Schönheit Österreichs.

Andreas, wie bist du auf diese coole Idee gekommen, Österreich von Wien nach Vorarlberg der Länge nach zu durchqueren?

Ich war 2017 als Supporter bei den Red Bull X-Alps dabei und nach diesem grandiosen faszinierenden Bewerb bin ich quasi so richtig auf den Hike&Fly guster gekommen. Und da ich immer wieder nach neuen Projekten u. Herausforderungen suche dachte ich, ich erkunde mal die heimischen Nordalpen.

Der Zeitpunkt September ist ja aus thermisch-fliegerischer Sicht eher spät angesetzt, wäre dieses Vorhaben im Frühjahr nicht idealer gewählt?

Ja Definitiv….. jedoch aus mehreren Gründen war ein früherer Termin für mich nicht möglich und somit wird es wohl ein Richtiges Hike&Fly Erlebnis.

Du warst beim letzten Red Bull X-Alps der Supporter von AUT 1. War das unter anderem ausschlaggebend für die Entscheidung auch einmal selbst im Mittelpunkt eines Abenteuers zu stehen, und nicht „nur“ der Supporter zu sein?

Ich kann nur sagen Hut ab was die Jungs leisten.
Selber bin ich auch der Typ der gerne die Herausforderung sucht und sich stetig weiterentwickeln will. Somit war für mich klar dass ich eigene Projekte machen möchte.

Andreas, du hast mit Sport 2000, Skywalk, Mammut usw. super Marken als Sponsoren gefunden. Wie schafft man es, zB. für Skywalk einen „Prototypen“ fliegen zu dürfen, welcher doch erst im Herbst rauskommen wird?

Meine Projekt Idee hat Ihnen sehr gut gefallen und der Schirm den ich fliegen darf ist Quasi wie gemacht für dieses Projekt somit hat das eine zum anderen geführt wo ich sehr Dankbar für diese Unterstützung bin.

Was darfst du uns über diesen Schirm schon verraten?

Eigentlich Nichts, außer dass er grandios zum Fliegen ist und wirklich perfekt für dieses Projekt geeignet ist 😉 aber mehr erfahrt ihr sicher in den nächsten Monaten.

Benötigt so ein Vorhaben einen Supporter? Wie weit kann dich dieser bei deinem Projekt unterstützen?

Naja eigentlich nicht wenn man seine elektrischen Geräte in Hütten z.B. auflädt und sich dort auch verköstigt. Im meinen Fall möchte ich immer Biwakieren und greife lediglich auf frische Akkupacks sowie Essensnachschub zurück die ein Kamera Mann im Auto hat und den ich immer wieder mal sehe für Aufnahmen auf der Tour.

Wie können wir uns so eine (Tor)Tour vorstellen? Wie lange am Tag kann man hiken, fliegen und wach bleiben, ohne das Risiko und die Konzentration zu vernachlässigen?

Naja nach dem ich bis jetzt nur 24Stunden und 33 Stunden Bewerbe bestritten habe kann ich dir das für so eine lange geplante Tour nicht Sagen aber das wird sich herausstellen, im Vordergrund steht definitiv der Spaß an der Sache und neue Erlebnisse und Eindrücke zu sammeln und nicht so die Zeit bis ins Ziel.

Die Ausrüstung musst du natürlich auf das Geringste minimalisieren. Wie sieht eine solche aus für dieses Projekt und auf wieviel kg schätzt du wirst du kommen?

Richtig da zählt jedes Gramm, je weniger desto besser. Ich habe das Range2 Gurtzeug sowie einen leichten Hike&Fly …. Schirm von Skywalk, Retter, Vario, Handy, Akkupack, Wechselgewand, Schlafsack, Isomatte und Biwaksack sowie einen Gaskoscher und was zum Trinken und Essen für jeweils 2 Tage mit und komme so auf 13kg.

Du bist in so vielen unterschiedlichen Sportarten schon zum Erfolg gekommen (Mountainbike, Paragliding, als Supporter etc.). Ist der Slogan „Mein Ziel vor Augen“ auch ein Motivations- und Lebensmotto von dir?

Ja Definitiv ich Denke das man immer ein realistisches Ziel haben sollte und wenn man dieses erreicht hat sollte man sich neuen Herausforderungen stellen um sich weiterentwickeln zu können.

Wie können wir am besten dir und deinem Projekt folgen? Du hast ja unter anderem einen Livetracker geschaltet….?

Ja unter der Homepage sowie auf Insta und Facebook kann man mich z.B. über Livetrack verfolgen bzw. wird es auch regelmäßig einen Vlog über den Trip geben.

Lieber Andreas, mit „Mein Ziel vor Augen“ hast du ein großartiges und interessantes Abenteuer vor dir. Wir werden auf PARAGLIDING.TV und PARAGLIDING.EU mit großem Interesse berichten und dabei sein und wünschen dir viel Ausdauer und ein strahlendes Siegerfoto nach dem Arlberg! 😊
Vielen herzlichen dank für dieses Interview!

Andreas Viehböck ist 1987 geboren und lebt in Ohlsdorf im Salzkammergut
Seine bisherigen Erfolge sind:
Österr. Staats- und Landesmeister im Downhill (Masters)
4facher Race The Night 24h-Rennen Gewinner im Downhill
Supporter Red Bull X-Alps AUT 1
10 Platz gesamt Boardairrace 2018
3 Platz Hike&Fly Erzberg Extrem
Quelle: FOTOS Andreas Viehböck

Interview mit Sissi Eisl neue Geschäftsführerin bei NOVA

Sissi Eisl neue Geschäftsführerin bei NOVA
Übergabe der Steuerleinen

Ab August 2018 ist Sissi Eisl die neue
Geschäftsführerin bei NOVA. Die 33-jährige Dipl.
Medienwirtin (FH) arbeitet seit Sommer 2017 bei dem
traditionsreichen Gleitschirmhersteller aus Tirol und
löst damit Wolfgang Lechner ab. Lechner, einer der
beiden Firmengründer von NOVA, bleibt jedoch
weiterhin im Unternehmen und kümmert sich in
Altersteilzeit um den Vertrieb von NOVA in Österreich.

Sissi Eisl, selbst engagierte Wettkampfpilotin, gehört
damit zu den ganz wenigen weiblichen Chefs in der
Gleitschirmbranche. Wir haben mit den beiden über
den Wechsel gesprochen.

Das sind ja ebenso überraschende wie spannende
News bei NOVA. Wie kam es zu dem Wechsel?

Wolfi Lechner: „Ich werde im Januar sechzig und es war
mein Wunsch, es etwas langsamer angehen zu lassen.
Also habe ich mich mit meinen Anteilseignern von
NOVA zusammengesetzt, und wir haben darüber
gesprochen, wie wir das hinkriegen. Sissi als neue
Geschäftsführerin lag da sozusagen auf der Hand. Wir
waren uns einig, dass sie das Zeug dazu hat.“

Sissi, du arbeitest erst seit letzten Sommer bei
NOVA. War das schon damals geplant, dass du
Geschäftsführerin wirst?

Sissi Eisl: „Nein, überhaupt nicht. Nie im Leben hätte
ich damit gerechnet und war auch entsprechend
überrascht, als mir NOVA dieses Angebot machte.“

Aber Du hast natürlich sofort zugesagt?

Sissi Eisl: „Ich habe mich gefreut und fühlte mich
geehrt, aber ich wollte mir das erst mal gut überlegen.
Habe ich das drauf? Komme ich mit den Kollegen zu
recht? Nehmen die mich ernst, wenn ich plötzlich nicht
mehr eine von Ihnen sondern die Chefin bin?

Wolfi Lechner: „Das wird funktionieren, davon bin ich
überzeugt. Wir haben sehr großes Vertrauen zu Sissi,
auch wenn sie noch nicht so lange bei NOVA arbeitet.
Sie ist extrem gut organisiert und in ihrer Arbeit sehr
strukturiert, sie kommuniziert gut, und sie wird sowohl
von den Kollegen als auch von den Kunden überaus
geschätzt. Wir sind davon überzeugt, dass sie das gut
machen wird.

Sissi Eisl: „Ich bin ja auch nicht völlig auf mich allein
gestellt. Unser R&D-Leiter Pipo Medicus sitzt zwei
Zimmer weiter, und auch Wolfi und Christian Wehrfritz
stehen mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin
auch nicht diese Powerfrau, die meint, sie müsse es den
Männern jetzt mal zeigen wie das so geht. Ich mache
einfach meine Arbeit.“

Wolfi, du gehörtest 1989 zu den Gründern von NOVA.
Die Firma ist dein Lebenswerk. Kannst du das einfach
in andere Hände geben? Hast du keine Bedenken,
dass Sissi jetzt alles anders macht und du dir
manchmal die Haare raufst…?

Wolfgang Lechner: „Das wird natürlich nicht einfach.
Loslassen, übergeben, Vertrauen schenken – es wird
sich zeigen, wie gut ich das kann. Aber Sissi ist Sissi
und Wolfi ist Wolfi. Jeder hat seinen Stil, seine Stärken
und seine Schwächen. Sie muss ihren Weg gehen. Täte
sie es nicht, würde es ohnehin nicht funktionieren.
Natürlich sagt sich das jetzt so einfach daher und ich
bin mir ziemlich sicher, dass es Situationen geben wird,
in denen ich einiges anders machen würde. Aber wir
kriegen das hin.“

Sissi Eisl: „Ich werde auch garantiert keine Chefin sein,
die mit harter Hand regiert. Das funktioniert allgemein
nicht und bei NOVA schon zweimal nicht! Ich sehe
meine Rolle eher im Koordinieren, Strukturieren und

In der Gleitschirmbranche gibt es ja nur sehr wenige
Frauen in Führungspositionen. Woran liegt das?

Sissi Eisl: „Ich denke, da spiegelt sich der fliegerische
Alltag wider. Fast 90 Prozent alle Piloten sind männlich.
Entsprechend sieht es auch in der Branche aus.“
Du bist Wettkampfpilotin und in der österreichischen
Liga derzeit zweitbeste Frau.

Wirst du dafür sorgen,
dass NOVA in die Wettkampfszene zurückkehrt?

Sissi Eisl: „Ich fliege zwar gerne Wettkämpfe, aber
noch keine Wettkampfschirme. Und die Entscheidung,
ob NOVA solche Schirme baut, ist und wird immer eine
Entscheidung sein, die wir gemeinsam treffen.“

Aber du wirst künftig mit einem NOVA-Schirm
starten, oder?

Sissi Eisl: Lacht.

Wolfi Lechner (lächelt verschmitzt): Klar – jetzt kann
sich Sissi ihren Wunschschirm leisten.

Danke für das Interview. Wir wünschen dir, Sissi, viel
Erfolg, dir, Wolfi, eine gute Altersteilzeit und dass Ihr
alle zusammen gut harmoniert.“

Weitere Informationen über NOVA auf
NOVA ist ein innovativer und auf höchste Qualität bedachter
Gleitschirmhersteller, bei dem die Sicherheit und der Spaß am Fliegen im
Vordergrund stehen. NOVA entwickelt und fertigt Gleitschirme und Zubehör für
Einsteiger, fortgeschrittene und ambitionierte Piloten – mit einem klaren Fokus
auf dem Streckenfliegen. Das Unternehmen wurde 1989 gegründet, befindet
sich im Eigentum von Mitarbeitern und hat eine sehr gesunde Eigenkapitalbasis.
Das Headquarter ist in Terfens (Tirol). NOVA verfügt in Ungarn und Vietnam
über zwei Produktionsstätten mit höchsten Sozial- und Umweltstandards. Das
Unternehmen gehört zu den marktführenden Anbietern und vertreibt weltweit.

Bild und Bericht mit freundlicher Genehmigung:

Gebietsrekord Monte Cucco in Mittelitalien Pilot: Rinaldo Vuerich

NOVA Team Pilot Rinaldo Vuerich gelang mit seinem SECTOR
(EN C) ein neuer Gebietsrekord vom Startplatz Monte Cucco in Mittelitalien.

Das Besondere: Rinaldo konnte der Magic Line folgen, der berühmten Konvergenz zwischen Tyrrhenischem Meer und der Adria.


Am 12. August flog NOVA Team Pilot Rinaldo Vuerich einen neuen Fluggebietsrekord vom Startplatz Monte Cucco.


NOVA SECTOR: EN-C Cross-country Paraglider / Low Aspect Ratio – High Performance

Rinaldo startete mit seinen SECTOR (EN C) gegen Mittag und flog in 6:10 Stunden 171,69 km freie Strecke, entsprechend einem Durchschnitt von 27,93 km/h. Auf seinem Flug profitierte er stark von der legendären Konvergenz zwischen dem Tyrrhenischen Meer im Westen und der Adria im Osten. Mehr über diesen Flug und die „Magic Line“ auf

Link zum Flug:

Bilderquelle: NOVA.EU

Bischling Rekord mit FAI 253,75 km- Exclusives Interview mit MARKUS EDER

Der neue Bischling Rekord mit FAI 253,75 km.
Das Exclusive Interview mit MARKUS EDER und
„warum eigentlich 300 km möglich wären“ 😊

späte Abendthermik, die einen eindrucksvollen
Flugtag ausklingen lassen.
Pilot/Foto: Markus Eder

Markus, du fliegst jetzt seit 25 Jahren Gleitschirm, ist eine solch herausragende Leistung für einen Newcomer überhaupt möglich?
MARKUS EDER: Es gibt Leute, die fliegen nach 1-2 Jahren bereits 200er. Aus meiner Sicht ist aber viel wichtiger, nicht die Leistung, sondern den Spaß an der Fliegerei in den Vordergrund zu stellen! Viele werden „zu schnell“ gut, unterschätzen die Risiken in der Fliegerei und beenden nach schlechten Erlebnissen leider allzu oft den Flugsport.

Warum hast du dir gedacht, dass genau dieser Tag ein Hammertag werden könnte, die Wetterprognosen standen ja vorerst nicht danach?
MARKUS EDER: Dachte mir auch nicht, dass es so ein Hammertag wird. Wie so oft in dieser Saison, waren 5 Tage vor dem Tag die Prognosen gut, wurden dann aber immer schlechter. Es war mir klar, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte gute Tag im Norden sein wird, also galt es diesen zu nutzen.

Grenzen solche außerordentlichen Flüge doch viel auch an Glück, oder Bedarf es für so etwas doch viel an Kommunikationsaustausch, Vorbereitungen bzw. auch Gebietserfahrungen?
MARKUS EDER: Man muss am richtigen Tag am richtigen Startplatz stehen. Das ist oft schon mal schwierig einzuschätzen. Hier hilft Erfahrung und der Austausch mit anderen Piloten, wie sie die Lage einschätzen. An diesem Tag ging ich ganz klar mit dem Ziel, den neuen Bischling-Rekord aufzustellen, an den Start! Somit war klar, wo meine Wendepunkte zu setzen sind.
Dass ein anderer Startplatz (Stoderzinken) besser sein würde, wusste ich. Lex Robe hat mit den Slowenen gezeigt, wie gut der Tag war.
Die Vorbereitung für so einen Flug ist für mich sehr wichtig! Ich analysiere verschiedene Flüge, welche auf diesem Abschnitt gemacht wurden und schau mir Schlüsselstellen ganz genau an. Beim Flug selbst habe ich das alles im Kopf, fliege dann aber nach den aktuellen Gegebenheiten. Je nach Wind, Spur usw. können andere Optionen besser sein als die geplante. Und in jedem Fall braucht man auch etwas Glück, dass es nicht gerade abschattet oder ähnliches.

Über welche Programme und Apps informierst du dich, und mit welchen Apps fliegst du?
MARKUS EDER: Während der Saison checke ich täglich die Wetterentwicklung, um möglichst frühzeitig die guten Tage erkennen zu können. Für den groben Ausblick nutze ich die Apps von WetterOnline und WeatherPro sowie Topmeteo. Für eine genauere Prognose schaue ich ZAMG, ORF-Wetter, Windy und die Vorschau von Austro Control. Ein Tag vorher noch Alptherm und die Textprognose für den nächsten Tag. Leider wird diese erst um 14 Uhr aktualisiert, weshalb eine Entscheidung, ob sich der Tag lohnen könnte, oft erst am Nachmittag fällt.

Welche Erfahrungen haben dich deine bisherigen kontinuierlichen Erfolge gelehrt und welche kannst du uns davon weitergeben?
MARKUS EDER: Durch Erfolge sammelt man keine Erfahrungen 😊 Erfahrung sammelt man durch tun und dem Austausch von Erfahrungen mit den richtigen Personen. Z.B. bei meiner Vorbereitung für Brasilien: Ich habe mir alle Infos über Quixada eingeholt, die ich nur finden konnte. Und durch Gespräche und gezielte Fragen mit Lex Robe, Robert Haider, Berni Peßl und Joe Edlinger (waren alle vorher schon in Quixada) konnte ich viele verschiedene Erfahrungen zusammentragen und die für mich wesentlichen Infos rausholen. Wichtig dabei ist, den Leuten vertrauen zu können, was sie sagen und zu verstehen, was sie meinen! Und das Video-Material von Lex Robe ist für so eine Vorbereitung sowieso Goldes wert.
Für mich ist aber die Freude am Fliegen das Entscheidende! Deshalb gehe ich auch landen, wenn mir der Tag keinen Spaß macht, egal wie weit andere fliegen…

FOTO: Ozone Paragliders

Welche Kriterien am Bischling müsste ein perfekter Tag und die perfekte Route erfüllen, um die heroische Grenze von FAI 300 zu sprengen und warum ist der 300er am Bischling auch wirklich möglich?
MARKUS EDER: Wir haben viele Optionen, um vom Bischling ein großes FAI zu fliegen, ausprobiert. Um wirklich ein großes FAI zu fliegen, muss aber zuerst der nördliche Wendepunkt angeflogen werden. Das Hauptkriterium dabei ist, dass gleich eine riesen Talquerung ansteht. Um diese zu schaffen, muss die Basis mindestens schon auf 2300 Meter liegen, weshalb an den meisten Tagen erst relativ spät auf Strecke gegangen werden kann. Wenn aber an einem guten Tag bereits um 09:30 Uhr die Talquerung möglich ist, ist aus meiner Sicht Ende Mai/Anfang Juni auch vom Bischling ein 300er möglich. Dazu denke ich, liegt der 2te Wende aber nicht im Rauriser-Tal, sondern in den Zillertaler Alpen. Ich habe heuer diese Variante mal angetestet und viel dabei gelernt. Wer weiß, vielleicht geht’s mal auf 😉

Mehrfach-X-Alps Gewinner Chrigel Maurer schreibt, eine geplante Strecke besteht aus Ideen und Träumen, welche er im Flug zu verwirklichen versucht.
Bist du da anders eingestellt, oder benötigt es solche fiktiven Vorstellungen und Wahrnehmungen um diese großen Ziele zu erreichen?
MARKUS EDER: Ohne diese Träume würden wir nicht Gleitschirmfliegen 😊 Alle bisher geflogenen Strecken entstanden aus Ideen und Träume.
Vor einem Jahr haben wir noch am 200er vom Bischling aus experimentiert. Dass es möglich sein sollte, war klar. Da der Bischling aber mehrere Varianten zulässt, musste erst die ideale Linie gefunden werden. Oder der 300er-Versuch, wie ihn Sebastian Barthmes vom Speickboden aus versucht hat, war eine mutige Idee, aber sicher für ihn ein Traum, den es umzusetzen galt.

Du hast jetzt 2x den Bischling Rekord gebrochen, unter anderem als erster die 200er Marke dort überflogen, warum warst gerade du dort der erste?
Ich hatte einen Traum 😊 Ich wollte unbedingt den ersten 200er vom Bischling fliegen. Einige waren schon sehr knapp dran, das zu schaffen. Dass ich es schließlich als erster erflogen bin, hat mich riesig gefreut – ein kleiner Traum wurde wahr.
In diesem Jahr war der Thermik-Cup noch eine zusätzliche Motivation am Bischling zu starten. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Organisatoren und Förderer, die diesen tollen Bewerb ermöglichen! Das Format, in der D und CCC Kategorie nur einen Flug zu werten ist eine großartige Idee. So können wirklich die Grenzen des Möglichen ausgelotet werden. Ich hoffe, dieser Bewerb wird auch die nächsten Jahre noch durchgeführt und dass noch viel mehr Piloten daran teilnehmen.

Was kannst du uns und der Paragleiter Welt noch an weiteren Tipps mitgeben?
MARKUS EDER: Nicht irgendwelchen Ergebnissen hinterher hetzen. Ich muss mich selbst manchmal an der Nase nehmen was das betrifft. Selbst wenn am Ende des Tages DEIN Flug nicht der weiteste war, es sollte DEIN SCHÖNSTER Flug des Tages gewesen sein! Diese Freude sollte nicht durch Ergebnisse getrübt werden. Fliege aus Spaß an der Sache!

Wir bedanken uns bei Markus Eder für das sehr herzliche, offene und aufschlussreiche Gespräch
und gratulieren nochmals zu diesem fulminanten, genialen Flug 😊
MARKUS EDER: Vielen Dank für’s Interview.

Markus Eder geboren 1976 in Abtenau/Salzburg
Gleitschirm Ozone Zeno
3 Rang FAI WXC 2017
1er DHV XC 2014
2er beim Austria Cup
5x Landesmeister
3x Staatsmeister Manschaft
3x 1er Nationenwertung XC- Contest
4ter Staatsmeisterschaft Österreich
Quixada 350 km und 416 km Strecke
XC-CONTEST Wertung Markus Eder